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Aktuelle medizinische Doktorarbeiten und Ausschreibungen

Arbeitsgruppe Hernienforschung

03.05.2020

Beschreibung des geplanten Promotionsvorhabens

Der Titel der geplanten Dissertation lautet: „Ist  eine Versorgung  von Narbenhernien mit  Netzen  in  der Onlay-Position sicher durchführbar?“.  Die Positionierung von Netzen zur Versorgung von Bauchwandhernien auf die vordere  Rektusscheide st noch nicht hinreichend untersucht, obwohl es einige postoperative Vorteile aufweist. So ist z.B. die Wundheilung besser. In dieser Studie sollen unterschiedlichen Vorgehensweisen mit verschiedenen Netzen verglichen werden. Dabei soll der zur sicheren Versorgung nötige GRIP ermittelt werden.

Wissenschaftlicher Hintergrund

In vorangegangen Studien wurde die Sublay-und die IPOM-Positionbei Bauchwandbrüchen verglichen. Untersuchungen in Onlay-Position liegen bislang nicht vor.

Ziele/ Fragestellung der Studie

Es sollen zwei Netzeuntersucht werden: Wie verändert sich der GRIP mit dem Einsatz von Optilene ® und Adhesix®? Dynamesh CiCAT® dient als Vergleich.

Methodik

Schweinebäuche und Rinderflanken werden dynamischen Stoßbelastungen nach Bauchwandhernien-Reparatur ausgesetzt; diese imitieren hohe abdominelle Drücke wie Husten, Springen oder Erbrechen. Dabei werden unterschiedlichen Verhältnisse von Herniendurchmesser und Netzgröße untersucht, die sich in der „MDAR“ –„ mesh-defect area ratio“ darstellen. Außerdem wirdder GRIP bestimmt, der sich aus  „MDAR“ undder Festigkeit der Fixierung  berechnet.  Die  Schweinebäuche werden 425 Stößen ausgesetzt,  die Variabilität dieser Stöße liegt dabei bei vier Prozent. Zur statistischen Analyse werden der „Kruskal-Wallis-Test“ und der  „Wilcoxon-Mann-Whitney-Test“ angewendet, zur grafischen Darstellung der „Box-Whisker-Plot“ und die „Wahrscheinlichkeit einer sicheren Versorgung“.

Erwartete Ergebnisse

Der  GRIP nimmt in der Sublay-und IPOM-Position bei größerem Hernien durchmesseroder bei kleinerem Netz ab. Untersuchungen mit Netzen in der Onlay-Position liegen bislang nicht vor. Der GRIP stellt  eine beinflussbareGröße  dar, die über die Dislokationswahrscheinlichkeitentscheidet und daher ein sehr wichtiger Faktor bei der Hernienreparatur ist.

Weitere Themen sind beim Leiter der AG, Prof. Friedrich Kallinowski, zu erfragen: friedrich.kallinowski@med.uni-heidelberg.de

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