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Sektion Minimalinvasive Chirurgie

Fortschrittlichkeit, Weiterentwicklung und Ausschöpfung der Möglichkeiten

Die rasante technische Entwicklung macht auch vor der Medizin nicht Halt und ist bereits bis in den Operationssaal vorgedrungen. Moderne Röntgenanlagen liefern dreidimensionalen Bilder selbst während der Operation. Bei minimalinvasiven Eingriffen zeigen Kameras den Weg zum Zielgewebe. Roboter dienen als verlängerter Arm des Chirurgen und ermöglichen minimale Positionsänderungen der Instrumente im Bauch des Patienten. An virtuellen Modellen können junge Ärzte die entsprechenden Operationsmethoden erlernen und erfahrene Operateure können auf diese Weise vor dem Eingriff das beste Vorgehen festlegen.

„Uns stehen immer leistungsfähigere Einzelsysteme zur Verfügung, z.B. in der Bildverarbeitung und Gerätetechnik, aber bis heute ist es nur begrenzt möglich, diese zu kombinieren“, erklärt Professor Büchler. Und selbst kombinierte Einzelsysteme überlassen die Verknüpfung der gelieferten Informationen dem Chirurgen, werten kein Erfahrungswissen aus und können keine übergeordneten Schlüsse ziehen. So hängt die endgültige Entscheidung, z.B. über die Schnittführung bei der Entfernung eines Lebertumors, und damit der Erfolg der Behandlung in hohem Maße von der Erfahrung des Arztes ab. „Selbst äußerst erfahrene und spezialisierte Chirurgen geraten durch fehlende Informationen immer wieder in kritische Situationen, in denen sie für den Patienten nur eine suboptimale Lösung finden oder sogar Fehler machen“, so Professor Büchler.

 

Kooperation mit ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereichen

Die Interessensschwerpunkte dieses Forschungsbereiches liegen in der Fortschrittlichkeit, Weiterentwicklung und Ausschöpfung der Möglichkeiten der minimalinvasiven und roboterassistierten Chirurgie. Verfolge mit uns die Vision eines technisch-kognitiven Assistenzsystems, das die chirurgischen Aufgaben optimierend unterstützen kann indem es umfassende Informationen verknüpft. Während des gesamten operativen Prozederes sammeln wir kontinuierlich Daten und werten diese mit wissensbasierten Ansatz aus. Ergebnisse stehen als Erfahrungswissen beim nächsten Einsatz zur Verfügung. „Für Chirurgen soll es damit einfacher werden, eine ideale Therapie für die Patienten zu finden und diese mit optimaler Qualität durchzuführen“, so Markus W. Büchler.

Viele unserer Projekte zur Erforschung neuer Methoden und Lösungsansätze für die wissens- und modelbasierte Chirurgie erarbeiten wir hierbei in enger interdisziplinärer Kooperation mit ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereichen.

Kernbestandteile sind hierbei vor allem die laparoskopischen Operationstechniken im Hinblick minimal-invasiver Eingriffe bei Erkrankungen der Speiseröhre durch Reflux- oder Tumorerkrankungen, Zwerchfellbrüche sowie Eingriffe im kolorektalen Bereich auch unter Einbeziehung des DaVinci-Roboters. Weiteres Einsatzgebiet ist die Adipositas-Chirurgie mit Ziel der Magenverkleinerung durch laparoskopische Verfahren der Magenschlauch- oder Magenbypass-Operationen.


Erfahrungsberichte von Promovierenden: MIC/Lehrforschung

Mona Schmidt und Arian Salahschur stellen die Sektion MIC vor und berichten von ihren Projekten aus der Ausbildungsforschung (Prof. Beat Müller, PD Dr. Felix Nickel).

Ansprechpartner:

Prof. Dr. med. Beat Müller

Sektionsleiter Minimal Invasive und Adipositaschirurgie
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg

BeatPeter.Mueller(at)med.uni-heidelberg.de

Sekretariat:

Marion Link
Telefon 06221 56-8641
Telefax 06221 56-8645